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Der Lüderen-Schwinget gilt als einer der ältesten schwingerischen Anlässe im Emmental und findet traditionell am zweiten Sonntag im August im Rahmen der Lüderen-Chilbi statt, so auch in diesem Jahr.
Den Auftakt macht am Samstag der Bergjungschwingertag. Jungschwinger aus dem Kanton Bern sowie Gästeschwinger aus den Kantonen Freiburg und Solothurn treten in zwei Alterskategorien gegeneinander an und liefern sich einen spannenden Wettkampf.
Am Sonntag findet der traditionelle Lüderen-Schwinget statt, mit Schwingern aus dem Kanton Bern sowie Gästeschwinger vom Schwingklub Kerzers. Erlebt packende Zweikämpfe in einmaliger Bergkulisse und feuert die Athleten aus nächster Nähe an.
Natürlich kommt auch der Charme der Lüderen-Chilbi nicht zu kurz. Am Sonntag um 11.00 Uhr beginnt die stimmungsvolle Bergpredigt, gefolgt vom traditionellen Zwirbeln. Für das leibliche Wohl ist im Festzelt mit vielfältigen Verpflegungsmöglichkeiten bestens gesorgt.
Ein geselliges Fest für die ganze Familie, mit einem unvergleichlichen Panorama auf den Jura und die Berner Alpen.
Der Schwingklub Langnau freut sich auf euren Besuch und wünscht allen schöne und erlebnisreiche Tage mit viel Tradition, Sport und guter Stimmung!
Bei wunderschönem Sommerwetter zieht es viele Schaulustige ans traditionelle Lüderenschwinget oberhalb von Langnau und Wasen.
Die beiden Zäziwiler Michael Moser und Fabian Stucki stehen sich gegenüber im Schlussgang. Michael Moser gewinnt nach 2 Minuten 26 Sekunden mit Wyberhaken das Lüderenschwinget.
Bei heissem Sommerwetter fand der 6. Bergjungschwingertag auf der Lüderen statt. Die 65 angetretenen Jungschwinger zeigten attraktiven Schwingsport.
In der Kategorie der Jahrgänge 2012/2013 gewann Liechti Michael, Belp, gegen seinen Klubkollegen, Schär Mika, Seftigen, nach 3.07 Minuten mit Übersprung. Die Schwinger vom Schwingklub Thun feierten somit einen Doppelsieg.
Bei den älteren Jungschwinger mit den Jahrgängen 2010/2011 gab es ein Emmentaler Duell, welches Lüscher Silvan, Bowil, mittels Kurz, gegen Burkhalter Silvan, Sumiswald, nach knapp 2 Minuten für sich entschied.
Die Lüderenalp-Genossenschaft wurde 1533 erstmals urkundlich erwähnt. Fast ebenso alt dürfte der Lüderen-Schwinget sein, obwohl dieser jahrzehntelang einige hundert Meter unterhalb des heutigen Standortes stattfand.
Die Lüderen-Chilbi hat ihren Ursprung laut Überlieferungen im jährlichen Fest zu Ehren des Heiligen Oswald. Dieser galt als Schutzpatron des Viehs und ihm wurde anno 1394 unterhalb der Rafrüti eine kleine Wallfahrtskapelle geweiht. Sein Namenstag ist Anfang August. Laut mündlicher Überlieferung fand die Lüderen-Chilbi jeweils am zweiten Sonntag im August statt – also mindestens seit dem Jahr 1800.
Aus den Gotthelf-Büchern sind die Rivalitäten unter den jungen Leuten jener Zeit bekannt; wenn es um ein schönes Mädchen ging, konnte es schon mal zu einem handfesten Hosenlupf kommen. Dies war auch auf den Lüderen-Alpen der Fall: Zwei junge Burschen hatten sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts in dieselbe Frau verliebt und wollten dies im Rahmen der Chilbi beim Schwingen austragen. Damals fand diese Veranstaltung noch auf der nahen Schynenalp statt. Der Sieger sollte die Frau gewinnen. Im ersten Jahr gab es jedoch keinen Sieger; erst im darauffolgenden Jahr konnte die Angelegenheit entschieden werden. So wurde der Lüderen-Schwinget geboren.
In der Hochblüte der Lüderen-Chilbi, etwa um 1980, wurde jeweils am Samstagabend und Sonntag gefeiert. Rund um das Hotel standen Festbänke, kleinere Zelte und beim Schwingplatz ein großes Festzelt. Anhand der verkauften Tanzbändeli konnte nachgewiesen werden, dass jährlich zwischen 3500 und 5000 Besucher anwesend waren.
Der traditionelle Chilbi-Gast von früher existiert nicht mehr. Deshalb begann man ab etwa dem Jahr 2000, die Dimensionen der Veranstaltung zu reduzieren. Nach wie vor ist die Lüderen-Chilbi ein gemütlicher Sonntag mit Zwirbele, Marktständen, Musik – und natürlich dem Schwinget. Wenn 500 Gäste eintreffen, ist das bereits ein Erfolg.
So oder so – nicht vergebens gilt die Weisheit: «Der Letzte, der von der Lüderen-Chilbi zurückkehrt, trägt den Herbst am Rücken.»
Quelle: Unter-Emmentaler
Festsieger Lüderenschwinget seit 1997 |
2025 | Moser Michael |
2024 | Locher Andreas |
2023 | Gasser Dominik |
2022 | Gäumann Stefan |
2021 | Wüthrich Simon |
2020 | wegen Corona abgesagt |
2019 | Galli Sandro |
2018 | Zürcher Remo |
2017 | Sempbach Thomas |
2016 | Aeschbacher Matthias |
2015 | Sempbach Thomas |
2014 | Schlüchter Colin |
2013 | Sempbach Thomas |
2012 | Kohler Rolf |
2011 | Zaugg Thomas |
2010 | Salzmann Beat |
2009 | Brunner Lukas |
2008 | Brunner Lukas |
2007 | Kohler Rolf |
2006 | Zaugg Thomas |
2005 | Grossenbacher Marco |
2004 | Zaugg Thomas |
2003 | Zaugg Thomas |
2002 | Dreier Hansrudolf |
2001 | Feller Samuel |
2000 | Widmer Ueli Strahm Daniel |
1999 | Wüthrich Bernhard |
1998 | Schlüchter Franz |
1997 | Gerber Markus |
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